Aktualisiert am 25.10.2019

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Wieso Degus vom Züchter kaufen, statt vom Zoogeschäft?

Hier erkläre ich Ihnen wieso man Degus nicht im Zoofachgeschäft erwerben sollte. Welche Vor -und Nachteile der Kauf beim Züchter hat.

Welche Fragen man stellen sollte, vor dem Kauf der Tiere und worauf man achten sollte, damit man nicht in die Vermehrerfalle tappt.

Vorwort

Bevor ich Ihnen erkläre wieso man Tiere vom Züchter beziehen sollte, möchte ich davor auf etwas anderes hinweisen.

In erster Linie ist es wichtig, Tiere aus Tierheimen und Auffangstationen zu adoptieren als von Züchtern oder Zoogeschäften zu beziehen/kaufen.

Es ist wichtig, erstmal Tiere aus Tierheimen oder Auffangstationen zu retten, da diese es am meisten verdient haben, ein neues Zuhause zu bekommen.

Diese Tiere sind meist mit "genetischen Fehlern", sind "alt" oder "sehen nicht schön aus", jedoch haben genau solche Tiere ein Recht darauf noch ein gutes Leben zu bekommen.

Leider sehen viele Menschen, diese Tiere als "ekelhaft" oder "ausrangierte" Tiere und wollen solche Tiere nicht aufnehmen. (Einfaches Beispiel: Behinderte Menschen oder allgemein Menschen mit schlechter Gesundheit werden auch nicht ausrangiert, sondern es wird ihnen geholfen und so sollte es auch bei Tieren gehandhabt werden.)


Man sollte nie wegschauen und versuchen zu helfen, denn Tiere fühlen genauso wie Menschen auch wenn sie nicht sprechen können.


Wir selbst unterstützen diese Initiative und retten viele Degus aus schlechten Haltungen oder nehmen Tiere auf die von Haltern abgegeben werden. (Welch Gründe sie auch immer dafür auf den Tisch bringen, wir nehmen sie auf, damit sie nicht im Tierheim landen müssen.)

Man kann auch direkt auf uns zu kommen und nach solchen Tieren fragen, gerne machen wir uns auch auf die Suche im Internet nach genau solchen Tieren. Wir nehmen die Tiere auf und lassen sie von unserem Tierarzt kontrollieren und durchchecken. (Jedoch kann man Erbkrankheiten nie verhindern. Wir lassen immer Haut/Fell, Zähne, Augen, Nase, Krallen und den Allgemeinzustand kontrollieren. Die Tiere werden dann gegen Ungeziefer, Giardien und Kokzidien behandelt. (Vorsorgebehandlungen)

Kommen wir nun zur ursprünglichen Frage:

Wieso Tiere vom Züchter, statt Discounter?

In Zoogeschäften werden die Tiere wie auf dem Silbertablett präsentiert, leider wissen die meisten Menschen nicht, wo diese Tiere wirklich herkommen. Viele sind der Meinung es sind kleine nette Zuchten und jeder Zoohandel bezieht von einem, von ihnen auserwählten Züchtern. Leider ist das der größte Irrtum, den man sich einreden kann.
Bevor ich nun näher auf die Geschichte der Zoogeschäfte eingehe, erkläre ich Ihnen wieso man vom Züchter beziehen sollte als vom Zoogeschäft.

Davor erkläre ich den Unterschied von Vermehrer und Züchter, dies ist ein enorm wichtiger Punkt.

 

Züchter / Vermehrer

(Aufklärung)

Es gibt wie in jeder Branche auch schwarze Schafe unter den Züchtern, dies sind die sogenannten Vermehrer. Viele geben sich als "guten" Züchter aus, sind lediglich Menschen, die X beliebige Tiere zusammensetzen und Nachwuchs produzieren, ohne jegliche Kenntnisse der Zucht und Genetik zu besitzen. Nicht dass sie nur keine Ahnung von Genetik und Verpaarung haben, nein, meist ist die Haltung alles andere als artgerecht. Viele haben Preise wie Discounter/Zoogeschäfte (sehr niedrig), was darauf deuten lässt, dass es nur darum geht, die Tiere mit Sicherheit wieder "los" zu werden.

Meist geben sie sofern sie eine Homepage besitzen, nicht einmal den Ort oder Ursprung der Zuchttiere an, was darauf deuten lässt, dass die Tiere höchstwahrscheinlich selbst aus dem Zoogeschäft oder einem anderen Vermehrer stammt. Man sollte ungemein aufpassen und sehr viele Fragen stellen.
Billiges Discounterfutter, Pellet Futter, Einstreu, Heu und Einrichtung, so wie auch Plastik im Käfig, lassen darauf schließen das der "Vermehrer", nicht viel Wert auf die Haltung und Versorgung seiner Tiere legt.
Auch enormer Dreck im Käfig (Kot, verklebte Platten, enorm verdrecktes Laufrad, stumpfes Fell der Tiere) zeigt das sich der "Vermehrer" nicht regelmäßig und artgerecht um die Tiere bemüht.
In sehr vielen Fällen, weiß der "Vermehrer" nicht einmal das genaue Geburtsdatum der Tiere oder gibt die Tiere schon mit 5-6 Wochen ab. Es ist wichtig das Jungtiere frühestens mit 7-8 Wochen abgegeben werden, da sich sonst die Entwicklung der Tiere verzögern kann und die Tiere krank werden könnten.

Worauf muss man also achten? Woran erkennt man einen Vermehrer?
Kurze Liste zu den wichtigsten Punkten:

  • Haltung [Ist der Käfig groß genug und artgerecht? Gitterkäfig mit Plastikwanne oder Glaskäfig ohne richtige Durchlüftung. Mindestmaß für 2 Tiere 100x50x100 cm LxTxH ]

  • Sauberkeit [Ist der Käfig sauber bzw. "normal" dreckig? [Viel Kot und dreckige Oberflächen zeigen Vernachlässigung.]

  • Einrichtung [Ist es hochwertiges Holz? Kein billiges Rindenholz? Plastik hat im Käfig auch nichts zu suchen.]

  • Einstreu [Billiges Heimtierstreu? Das man für 3 € a. 60Liter im Discounter bekommt oder ist es Hanf, Leinen oder Holzstreu?]

  • Ernährung [Werden Pellets verfüttert oder gar fertiges Discounterfutter? -Es ist darauf zu achten, dass der "Vermehrer" selbst gemischtes Futter verfüttert. Discounterfutter und Pellets, können Diabetes und andere Krankheiten auslösen!]

  • Herkunft der Zuchttiere [Genaue Geburtsdaten der Eltern und dessen Herkunft/Züchter. Eventuell sogar ein vorhandenes Ahnenverzeichnis?]

  • Grundbasis Wissen über die Genetik der Tiere [Richtige Farbbezeichnung, da viele sogar Agoutis / Braune Tiere als Sanddegus bezeichnen.]

  • Wird ein Kauf/Pflegevertrag verlangt? [Viele Züchter handhaben es mittlerweile so, dass die Tiere nur noch mit Kaufverträgen und gewissen Auflagen abgegeben werden. Dies dient zum Schutz der Tiere.]

  • Werden Zuchtgruppen angeboten? [Die oberste Regel bei guten Züchtern ist, keine Zuchtgruppen die aktiv in der Zucht sind zu verkaufen. Es kommt nicht selten vor, dass Neulinge und Degulaien sich diese Gruppen dann kaufen, da der "Vermehrer" ihnen die "Zucht" schönredet oder mit der Aussage kommen, dass die Weibchen eh nie geworfen haben. Bitte glaubt diesen Mist nicht! Finger weg von Mischgruppen! Es sei denn, der Bock ist nachweislich Kastriert worden. "Rechnung zur Kastration"]

  • Werden trächtige Weibchen angeboten? [Oft wollen die "Vermehrer" ihre unbrauchbaren Weibchen los werden, jedoch sind sie oft trächtig, dies zum Leid des neuen Halters. Bitte selbst wenn kein Bock dabei ist, lasst die Finger von trächtigen Tieren. Für Anfänger ist es enorm schwierig das Geschlecht richtig zu deuten!]

  • Wird man richtig aufgeklärt? [Wird die Haltung von Degus richtig erklärt? Werden alle Fragen beantwortet oder werden auch einige mit Absicht überlesen/hört? Wird erklärt das die Tiere erst für Kinder ab 10 Jahren geeignet sind?]

  • Preise der Farben [Sind die Preise billig? Beispiel: Agouti für 10 € oder Blau für 20-25€? - Wichtig, einen Preisvergleich zu anderen Züchtern zu machen. Dumpingpreise sind ein Zeichen von Vermehrung.]

  • Wird man nach dem Kauf der Tiere weiterhin betreut? [Viele "Vermehrer" haben nach Verkauf der Tiere, kein Interesse daran den Kontakt zum Kunden zu halten. Da die "Ware" verkauft wurde.]

  • Beschaffenheit/Gesundheit der Tiere [Sind die Zuchttiere optisch gesund oder weisen sie stumpfes Fell auf? Niesen die Tiere oft? Haben einige Tiere eine graue Linsentrübung oder sind feucht ums Maul? (Zerbissene Ohren oder fehlende Krallen, können immer vorkommen so wie auch eine fehlende Quaste / Buschel.)]

Wenn man auf diese Hinweise die ich oben gegeben habe achtet, erkennt man oft schnell wen man wirklich vor sich hat und ob man dieser Person Vertrauen schenken kann.

Aber keine Panik, im nächsten Abschnitt erkläre ich was einen guten Züchter ausmacht und worauf man bei einer seriösen Zucht achten muss.

Woran erkennt man also einen seriösen Züchter?

Kurze Liste zu den wichtigsten Punkten:

  • gepflegte Homepage [Alle Würfe der letzten Jahre sind dokumentiert. Zuchttiere sind auf dem neuesten Stand. Viele Informationen rund um Degus. / Haltung / Ernährung / Herkunft etc.]

  • Herkunft der Zuchttiere [Zu den jeweiligen Tieren ist die Herkunft und der jeweilige Züchter dazugeschrieben.]

  • Richtige Aufklärung des Kunden [Züchter klärt den Halter inständig über die Haltung von Degus auf und rät in schlimmsten Fällen auch von einer Haltung der Tiere ab.]

  • richtige Ernährung [Füttert Eigenmischungen vom z.B. Deguladen oder Futterparadies und kein Discounterfutter.]

  • richtige Einrichtung [Oft sind Alulaufräder vorhanden und immer richtige Holzeinrichtung und natürlich ist kein Plastik im Käfig vorhanden.]

  • Käfige sind größer als gebraucht [Gute Züchter neigen dazu, Käfiganlagen zu bauen, die viel größer sind als vorgeschrieben. Devise: Je größer umso besser.]

  • mittel bis hohe Preise [Gesunde Genetik, hat ihren Preis. Sowie auch Rasse Hunde/Katzen.] Meine Preisliste << anklicken

  • Auftreten des Züchters ist seriös [Kommt auf den Kunden zu und bietet eine Besichtigung der Haltung und Zucht an. Beantwortet alle gestellten Fragen und weicht keinen Fragen aus. Bleibt stets höflich und freundlich. Bietet selbständig Hilfe bei Planung der Haltung an.]

  • Adresse wird auf der Homepage nicht versteckt [Einige Züchter neigen dazu, immer nur die Postleitzahl und den Ort im Impressum anzugeben, dabei ist es Vorschrift, volle Adresse sowie den Vollständigen Namen anzugeben.]

  • kennt sich mit Genetik und Verpaarung aus [Das ist das A und O einer guten Zucht. Verpaarungen wie Schecken Verpaarungen (Super X Super oder Stark x Stark) gehören zu den Tabus einer Zucht. Gezielt auf weißbasierenden Farben zu züchten, ist für die genetische Entwicklung der Embryonen sehr schlecht. Viele Tiere sterben bereits in diesem Stadium.]

  • verlangt bei Kauf der Tiere einen Kauf/Pflegevertrag [Züchter die den Kontakt zum Kunden nach dem Verkauf der Tiere immer noch halten und pflegen wollen und auf das Wohl der Tiere nach wie vor Rücksicht nehmen wollen, verkaufen die Tiere nicht ohne einen Vertrag. Somit kann der Züchter seine Tiere auch nach Abgabe an den neuen Halter schützen. Züchtern denen das egal ist, da sie den Kontakt zum Kunden sowieso nicht halten möchten, geben die Tiere ohne so einem Vertrag ab.]

  • Züchter selbst stellt viele Fragen [Mittlerweile stellen Züchter selbst enorm viele Fragen. Viele Züchter wollen mittlerweile wissen, wen sie vor sich haben und an wen die Tiere gehen sollen. Da es oft Vermehrer gibt, die sich als reinen Käufer ausgeben für die Heimhaltung und nicht für die Zucht.]

Es gibt natürlich noch viele andere Merkmale auf die man achten sollte, jedoch sind die oben aufgezählten die Wichtigsten.

Zoogeschäft / Discounter / Zoofachhandel (private Geschäfte)

Kommen wir nun zur Erklärung wieso man die Finger weit weg von den Zoogeschäften lassen sollte.

Es ist leider nicht immer einfach Tiere zu bekommen, die auch so groß werden durften, wie sie es verdient gehabt hätten.

Leider kommen Zoogeschäfttiere immer aus "Massenproduktionen" und dort werden sie alles andere als gut behandelt oder geschweige denn artgerecht gehalten.

Diese Tiere müssen in kleinen Plastikboxen und Minigitterkäfigen leben und sterben dort leider auf sehr oft. Die Sauberkeit ist alles andere als wünschenswert und vom Futter ganz zu schweigen.  Teilweise müssen die Tiere tagelang dursten und bekommen nicht ausreichend Wasser.
Behinderte oder halb tote/sterbende Tiere werden einfach in den Müllcontainer geworfen oder erschlagen. Teilweise fressen sich die Tiere gegenseitig auf, da sie Hunger und enormen Platzmangel haben. (Wie bei Schweinen die zu eng gehalten werden, die fressen sich gegenseitig Ohren und Schwanz ab.)

Die Tiere leiden chronisch an Platzangst und sind enorm verängstigt, was auch der Grund ist, wieso Hamster so verbissen sind, wenn man sie aus dem Discounter kauft.

Solche Tiere leiden enorm oft an Tumoren, Lungen -und Zahnerkrankungen und sehr vielen anderen Fehlbildungen des Organismus.
Lebensdauer solcher Tiere beträgt nicht einmal die Hälfte wie die eines genetisch basierenden Züchters. (Degus aus Zoogeschäften werden teilweise nicht älter als 4-5 Jahre.)

Die meisten Discounter Tiere leiden an Ungeziefer wie Milben oder Giardien so wie auch Kokzidiose.  (Erkrankungen die man nur mit einer richtigen Behandlung wieder losbekommt.)

Die meisten Zoohandelangestellten, wissen selbst nicht einmal wo ihre Tiere herkommen, denn sie bestellen die Tiere mit einem Code auf einer Liste und innerhalb von 7 Tagen werden die "bestellten" Tiere geliefert.

Sie kennen oft nur den Namen des Züchters, jedoch nicht wo er seine jeweiligen Standorte hat und von welchen "Nebenbuhlern" er noch Tiere bezieht.

Die Beratung lässt zu wünschen übrig, da sich ein Angestellter nicht verpflichtet fühlt, sich für jede Nagetierart zu belesen und wenigstens die richtige Käfignorm zu verkaufen. 

Es ist leider traurig, es so hart sagen zu müssen aber den Verkäufern geht es schlicht weg nur um das Geschäft. Es gibt nur 1 % von 100% was wirklich angemessen berät und informiert.
Im Vordergrund stehen immer der Verkauf von: Käfig, Einrichtung, Futter, Heu, Streu, Spielzeug und etliche andere Artikel für die Haltung. Die Tiere selbst sollen den Kunden nur anlocken um das "Wichtige" zu kaufen was ihnen auch wirklich Geld und Gewinn bringt.

Der Zoofachhandel ist teilweise genauso schlimm wie der Discounter.

Viele Zoo"fach"geschäfte züchten Ihren Verkaufsbestand selbst nach, oft im Hinterzimmer.  Leider kommt es da nicht allzu selten vor, dass dieser dabei auch trächtige Tiere verkauft oder das falsche Geschlecht.
Da sich solche Geschäfte nicht gezielt auf 1-2 Nagerarten oder andere Tierarten spezialisiert, nein sie züchten wenn schon den ganzen Zoobestand selbst nach.
Das kann einfach nur gehörig in die Hose gehen, denn ohne richtiges Personal (wie Pfleger oder gar selbst Züchter), kann man das nicht im Auge behalten.
Nicht nur dass sie mit den Tieren selbst enormes Schindluder betreiben, sie beraten genau so schlecht wie der Discounter, da es auch einer "privat" Person nicht möglich ist, sich auf alle Tierarten gezielt zu spezialisieren.
Es wäre für den Zoofachhändler genauso wie für den Discounter nicht gewinnbringend, für jede Tierart einen Angestellten oder Spezialisten einzustellen. (Sie denken nur an den Gewinn und nicht an die Grundbasis der Haltung der Tiere, die Tiere sind nur Ware für sie und diese MUSS verkauft werden.)

Überzeugen Sie sich im folgenden Video selbst, woher sie in Zukunft ihre Tiere beziehen möchten. Bedenken sie aber,  jeder Kauf im Discounter spornt die Massenzüchterei an und noch mehr Tiere müssen darunter leiden.

Vorsicht!!!! Nichts für schwache Nerven und vor allem nicht für Kinderaugen geeignet!!!