Kommen wir nun zum artgerechten Käfig


Es ist darauf zu achten keine Käfige zu erwerben, bei denen Plastik verarbeitet ist. Plastik ist für Degus ungesund und kann schlimme Folgen mit sich ziehen. Degus sind eine extreme Form von Nagetieren und haben im Vergleich zu anderen Nagerarten einen sehr extrem ausgeprägten Nagedrang. Sie zerbeißen das Plastik zwar wie Butter, jedoch kann es immer vorkommen, das sie Plastikteile verschlucken. Das kann schwere Verletzungen der Speiseröhre, Magens und Darmtraktes zu Folge haben. Deshalb Finger weg von Gitterkäfigen mit Plastikboden! (Auch Einrichtung aus Plastik sind Tabu!)

Empfohlen werden vorzugsweise für die richtige Haltung:

  • Käfige aus Holz

  • Glaskäfige (Nur wenn sie für Nager gebaut sind, somit genug Luftzirkulation bieten.)

  • Volieren

  • Eigenbauten aus Kleiderschränken oder Holz / OSB

Bei jeder Art von Käfig die Sie auswählen, ist für ausreichend Luftzirkulation zu sorgen. Degus sind keine Exoten und brauchen deshalb immer frische Luft. Es ist darauf zu achten, dass sich keine Luft im Käfig stauen kann und somit stikig wird. Jedoch darf ein Degugehege nicht im Zug stehen, d.h. wenn ein Fenster geöffnet wird, sollte der Luftzug nicht durch ein Degugehege ziehen. Degus sind sehr sensibel wenn es um Temperaturwechsel geht. Durch einen kalten Luftzug, kann ein Degu schnell an Schnupfen oder gar Lungenentzündung erkanken. In Chile sind sie ausgeglichenes meist dauerhaft anhaltendes Wetter gewohnt. Deshalb ist ihr Organismus nicht für unsere Wetterbedinungen gewappnet. Darauf ist vor der Anschaffung der Degus unbedingt zu achten. Degus sollten im Schnitt 1-2 Meter von einem Fenster entfernt stehen. Nur wenn ein Fenster das ganze Jahr über geschlossen ist, kann man das Degugehege unmittelbar daneben stellen.

Welcher Käfig ist nun am besten für Sie geeignet?
Es kommt immer auf die Vorlieben des Besitzers an, welche Käfigversion er auswählt. Die meisten entscheiden sich mittlerweile für den Eigenbau, da man dort seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen kann.
Bei einem Eigenbau ist darauf zu achten, alle Kanten so zu schützen das sie ausbruchsicher gemacht sind. Degus sind wahre Experten wenn es um den Ausbruch aus dem eigenen Gehege geht. (Sie finden jede Schwachstelle die ein Degugehege hat.)

Wie baut man am besten einen Eigenbau?

Hierbei liegt es ganz an Ihnen welche Holzarten sie verwenden. Erlaubt sind: Pappel, OSB, Erle, Birke, Haselnuss, Walnuss, Apfel, Birne, Weide, Linde und Hainbuche. Bitte verwendet keine Nadelhölzer für den Bau. Sie enthalten nicht nur enorm viel Harz sondern sind auch ungesund für den Degu. (Sie sind aber nicht giftig!)

Wie belüftet man einen Käfig richtig?

Es ist für ausreichend Belüftung zu sorgen. Genug Ausschnitte für die Belüftung sind schon vor dem Bau mit einzuplanen. Viele bauen darauf los und vergessen die wichtigsten Details eines Käfigs.

Die Meisten verwenden Volierengitter oder gelochtes Blech. Jedoch aus Erfahrung und Erzählungen, rate ich vom gelochten Blech ab, da sich Degus durch dieses Alublech durchfressen können.
Was ist ein Volierendraht und woher bekommt man diesen?

Es gibt viele Bezeichnungen für dieses Gittergewebe, oft wird es Feingitter (verzinkt), Hasendraht, Schweißdraht oder Volierengitter genannt.  (Im Baumarkt wird man dies meist unter dem Namen: Feingitter (verzinkt) in der Gartenzaunabteilung finden. Ganz wichtig ist jedoch das die Waben max. 15mm x 15mm
haben. Ich selbst verwende eines mit 10mm x 10mm, da die Degus sonst mit ihrer Nase
durch das Gitter kommen und wenn noch andere Hausbewohner wie Katzen oder
Hunde vorhanden sind, kann es schnell passieren, dass der Degu eine blutige Nase hat.

Je enger die Maschung des Drahtes um so besser für die Haltung des Degus.  Beispiel:
Wie schützt man die Kanten richtig?
Viele vergessen nachdem der Bau fertig ist, noch Aluleisten anzubringen. Diese sollen den Degu davon abhalten das Gehege zu zerstören.
Für die Eckkanten der Front und  Seitenecken, verwendet man sogenannte L oder V Profile. Diese kann man mit Nägeln oder Aquasilikon anbringen.
Für die Zwischenebenen im Gehege, kann man U-Kantprofile verwenden, diese schützen die Platte rund um die Kanten. Auch Aufgänge sollten damit unbedingt versehen werden.
Diese bekommt man in Aluminium oder Stahlformat. Wir selbst haben die Aluminiumversion genommen.
Für Beleuchtungskabel wird ein 4-Kantprofil verwendet und mit Silikon an die Käfigdecke geklebt, um das Kabel vor Annagung zu schützen.

Beispielbilder:

4-Kantprofil
V oder L-Kantprofil
U-Kantprofil
Aktualisiert am 10.09.2020
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